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Schlackenbad

Als Schlackenbad, oder Eisenbad bezeichnet man unter anderem Kur-Badeanlagen, die durch bei der Metallverhüttung entstehendes Prozesswasser gespeist werden.

Um die bei der Verhüttung von Kupfer oder Eisen entstehende Schlacke (Metallurgie)Schlacke/Hochofenschlacke in als Baustoff nutzbares Granulat zu verwandeln, wird sie mit Wasser abgeschreckt. Das Wasser nimmt dabei aus der Schlacke Schwefel und andere Mineralien auf und hat damit eine ähnlich heilende Wirkung wie die bekannten Heilbäder. Durch die oft mehrfache Nutzung des Wassers im Granulare Granulationsprozess werden die Mineralien sogar stärker konzentriert als bei natürlichen Quellen.

Beispiele für Schlackenbäder sind

  • das ehemalige Bochumer Schwefelbad im Ortsteil Bochum-Hamme, das aus den Schlacken des Bochumer Vereins gespeist wurde (Koordinaten ),
  • die Bäder im ehemaligen Freibad Schallacker in Dortmund-Hörde, die von der Granulationsanlage des Hörder Bergwerks- und Hütten-Vereins mit Schwefel gespeist wurden (Koordinaten ),
  • sowie Das Schlackenbad der Kupferhütte in Hettstedt/Sachsen-Anhalt und weitere.

Aus der ursprünglichen Bedeutung heraus ist z. B. als Stadt Eisenbad, nahe Kitzbühel in Tirol, Österreich zu benennen.

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