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Bad Füssing

Bad Füssing ist eine Gemeinde (Deutschland)Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau und ein Bad (Kurort)Kurort im Niederbayerisches Niederbayerischen Bäderdreieck. Das Thermalbad Füssing ist der wirtschaftliche Mittelpunkt der 1971 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding (Bad Füssing)Würding und Aigen am Aigen neu gebildeten Gemeinde Bad Füssing.

Geographie

Geographische Lage

Bad Füssing liegt im südlichen Landkreis Passau in der flachen Pockinger Heide und am Inn, über den eine Brücke ins österreichische Obernberg am Inn führt.

Gemeinsam mit Bad Birnbach und Bad Griesbach im Rottal bildet Bad Füssing das „niederbayerische Bäderdreieck“.

Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Bad Füssing hat 40 amtlich benannte Ortsteile:

 

  • Aichmühle (Bad Füssing)Aichmühle
  • Aigen am Aigen am Inn
  • Ainsen
  • Angering (Bad Füssing)Angering
  • Aufhausen (Bad Füssing)Aufhausen
  • Bad Füssing
  • Brandschachen
  • Dürnöd
  • Egglfing am Egglfing a.Inn
  • Eitlöd
     
  • Flickenöd
  • Geigen (Bad Füssing)Geigen
  • Gögging (Bad Füssing)Gögging
  • Hart (Bad Füssing)Hart
  • Hilling (Bad Füssing)Hilling
  • Holzhaus (Bad Füssing)Holzhaus
  • Holzhäuser (Bad Füssing)Holzhäuser
  • Hub (Bad Füssing)Hub
  • Irching
  • Mitterreuthen
     
  • Oberreuthen
  • Pichl (Bad Füssing)Pichl
  • Pimsöd
  • Poinzaun
  • Riedenburg (Bad Füssing)Riedenburg
  • Safferstetten
  • Schieferöd (Bad Füssing)Schieferöd
  • Schöchlöd
  • Steinreuth (Bad Füssing)Steinreuth
  • Thalau (Bad Füssing)Thalau
     
  • Thalham (Bad Füssing)Thalham
  • Thierham (Bad Füssing)Thierham
  • Unterreuthen
  • Voglöd (Bad Füssing)Voglöd
  • Weidach (Bad Füssing)Weidach
  • Wendlmuth
  • Wies (Bad Füssing)Wies
  • Würding (Bad Füssing)Würding
  • Zieglöd
  • Zwicklarn

Nachbargemeinden

  • Pocking
  • Kirchham (Landkreis Passau)Kirchham
  • Malching
  • Obernberg am Inn (Oberösterreich)

Geschichte

Im Jahr 735 verschenkte Bayernherzog Hugbert (Bayern)Hugibert das Gut Saferstetten an das Fürsterzbistum Salzburg. 1441 tauschte das Chorherrenkapitel zu Mattighofen mit dem Passauer Bischof Leonhard von Laiming die Hofmark Safferstetten gegen die Hofmark Reding ein.

Der Ortsteil Aigen am Inn wird um das Jahr 1010 erstmals in historischen Urkunden erwähnt und ist auch für seine Leonhardifahrt bekannt, die jährlich am ersten Sonntag im November Reiter aus Bayern und den Alpenländern anzieht. Bereits seit dem Mittelalter ist die Verehrung des Leonhard von hl. Leonhard in Aigen bezeugt. Die Ortschaft gilt als Keim der in Niederbayern weit verbreiteten Verehrung dieses Heiligen.

Bis zum Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803, mit dem die seit 1175 passauische Herrschaft Riedenburg sowie das gesamte Hochstift Passau an das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern kamen, gehörte vom Gemeindegebiet nur der Weiler Füssing dem Kurfürstentum Bayern an, der Rest war passauisch. Mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 entstanden die politischen Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen.

Nachdem 1938 bei der Suche nach Öl Thermalquellen im damaligen Safferstettener Ortsteil Füssing gefunden wurden, begann in den 1950er-Jahren der Kurbetrieb. 1969 wurde dem Ortsteil Füssing der Titel „Bad“ verliehen. Mit der Gebietsreform in Gemeindegebietsreform wurde am 1. April 1971 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn und Würding die Gemeinde Bad Füssing neu gebildet. Aigen kam am 1. Januar 1972 hinzu. 1999 eröffnete in Bad Füssing eine konzessionierte Spielbank.

Bad Füssing entwickelte sich binnen weniger Jahrzehnte mit rund drei Millionen Übernachtungen pro Jahr zu einem bedeutenden Kurort.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

  • Christlich-Soziale Union in CSU: 7 Sitze (29,3 % der Stimmen)
  • Bürgerliche Einigkeit Würding: 3 Sitze (16,2 % der Stimmen)
  • Wählergruppe Aigen: 3 Sitze (13,0 % der Stimmen)
  • Einigkeit Egglfing: 2 Sitze (12,4 % der Stimmen)
  • UBG: 2 Sitze (8,3 % der Stimmen)
  • WG Einigkeit Bad Füssing-Safferstetten: 1 Sitz (6,7 % der Stimmen)
  • WG Irching: 1 Sitz (5,7 % der Stimmen)
  • SPD SPD: 1 Sitz (4,5 % der Stimmen)

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Alois Brundobler (CSU), der am 2. März 2008 ohne Gegenkandidaten mit 94,73 Prozent der Stimmen wiedergewählt wurde. Der zweite Bürgermeister ist der Diplom-Kulturwirt (Univ.) Günter Köck (CSU). Dritter Bgm. ist der Landwirt Leonhard Brauneis(WG Aigen/Inn).

Partnerschaft

Mit Abano Terme, einem Heilbad in Italien, bestehen partnerschaftliche Beziehungen.

Wappen

Blasonierung: „In Silber über einer nach dem unteren Schildrand gelegten blauen fünfzehngliedrigen Kette mit offenen Schellen an beiden Enden ein roter zweischaliger Brunnen (Heraldik)Brunnen mit konischer Zentralsäule und blauer mittiger Fontäne aus der kleinen oberen Schale, in zwei Strahlen sich in die untere Schale ergießend.“

Wappenerklärung: Der heraldisch stilisierte Brunnen symbolisiert das Thermalbad Füssing, entstanden 1972 aus den Gemeinden Safferstetten, Egglfing am Inn, Würding und Aigen und steht somit auch für den Namenszusatz „Bad“. Die Kette ist ein Attribut des heiligen Leonhard von Leonhard von Noblat und erinnert an die über lange Zeit bestehende Leonhardiwallfahrt nach Aigen. Bad Füssing führt das Wappen seit 1973 aufgrund des Gemeinderatsbeschlusses und Zustimmung der Regierung von Niederbayern mit Schreiben vom 20. Februar 1973.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Die Gemeinde ist über die Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Pocking), die Bundesstraße 12 und die Bahnstation in Pocking (Bahnlinie Mühldorf-Passau) ans Verkehrsnetz angebunden. Samstäglich ist zu diesem einer der letzten Urlaubs-Intercity (Intercitys von und nach Hamburg durchgebunden. Daneben verbindet seit 28. Mai 2011 ein täglicher Expressbus der DB-Tochter Omnibusverkehr OVF Nürnberg Nürnberg Hbf mit Bad Füssing. Von Montag bis Samstag ist der Thermalkurort auch durch einen Direktbus der DB-Tochter Regionalbus RBO mit München Hauptbahnhof verbunden. Bad Füssing befindet sich rund 30 Kilometer südlich von Passau, 20 Kilometer von Schärding, 22 Kilometer westlich von Ried im Innkreis, 25 Kilometer von Simbach am Inn und etwa 150 Kilometer östlich der bayerischen Landeshauptstadt München sowie etwa rund 100 Kilometer westlich der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz.

Zwischen 1894 und 1996 durchquerte die Bahnstrecke Simbach am Inn–Pocking das Gemeindegebiet mit einem bis zum 1. Juni 1969 bedienten Halt in Aigen am Inn. Diese wurde bis 2002 vollständig abgebaut.

Entwicklung des Fremdenverkehrs

1947 hatte Safferstetten 80 landwirtschaftliche Anwesen, der Weiler Füssing bestand aus sechs Gehöften. Die Marke von zwei Millionen Übernachtungen pro Jahr erreichte Bad Füssing erstmals 1979.

Kureinrichtungen

Das 56 Grad warme Thermalwasser hilft unter anderem bei Arthritis, Wirbelsäulenleiden, Osteoporose und Stoffwechselkrankheiten wie Gicht. Auch für die Nachbehandlung von chirurgischen Eingriffen und zur Medizinische Rehabilitation nach einem Herzinfarkt werden Kuraufenthalte in Bad Füssing empfohlen.

Es gibt folgende öffentliche Kureinrichtungen:

  • Therme 1 Bad Therme 1
  • Europa Therme
  • Johannesbad (Johannesbad Unternehmensgruppe)
  • Saunahof

Daneben sind mehrere Hotels an die Thermalwasser-Ringleitung angeschlossen und bieten hauseigene Bewegungs- und/oder Sprudelbäder an.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche Heilig Geist (katholisch) in Bad Füssing
  • Christuskirche (evangelisch) in Bad Füssing
  • Spielbanken Spielbank Bad Füssing
  • Haslinger Hof (Erlebnispark) in Kirchham
  • Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt zu St. Leonhard in Aigen
  • Leonhardi-Museum in Aigen, Heimatmuseum unter anderem zur Geschichte der Leonhardi-Wallfahrt
  • Bernsteinmuseum Bad Füssing

Ehrenbürger

  • 1976: Karl Freiherr von Moreau (†), Bezirkstagspräsident von Niederbayern 1970–1978
  • 1984: Max Frankenberger (†), Bürgermeister der Gde. Bad Füssing (vorher Safferstetten) 1960-1984
  • 1997: Sebastian Schenk (†), Bezirkstagspräsident von Niederbayern 1978–1998
  • 1997: Alfred Hanel (†), Lehrer
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