Drucken/exportieren
QR-Code
QR-Code Ramsau bei Berchtesgaden (erstellt für aktuelle Seite)

Beteiligen Sie sich am Aufbau der Wellness-Bayern-Seite mit Ihrem Wissen! Lesen Sie hier, wie das geht…

Ramsau bei Berchtesgaden

Ramsau bei Berchtesgaden (amtlich: Ramsau b.Berchtesgaden) ist eine Gemeinde (Deutschland)Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land. Die Ramsauer St. Sebastian (Ramsau)Pfarrkirche und der Hintersee (Ramsauer Ache)Hintersee sind seit Langem weltbekannte Motive der Landschaftsmalerei, die auch für die Tourismuswirtschaft der Gemeinde werben. Der Nationalpark Berchtesgaden nimmt über 82 Prozent der Gemeindefläche ein.

Geographie

Geografische Lage

Ramsau gehört zum Regierungsbezirk Oberbayern im Freistaat Bayern und ist Teil der hochalpinen Region im südlichen Landkreis Berchtesgadener Land. Gemeinsam mit den benachbarten Gemeinden Berchtesgaden, Bischofswiesen, Schönau am Königssee und Marktschellenberg liegt Ramsau innerhalb der geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talkessel und ist nahezu völlig von den Berchtesgadener Alpen umgeben, deren Gebirgsstöcke sich wiederum im Osten, Süden und Südwesten ins österreichische Bundesland Salzburg (Bundesland)Salzburg erstrecken. Innerhalb des Berchtesgadener Talkessels liegt der Heilklimatischer heilklimatische Kurort Ramsau wiederum im Ramsauer Tal, das eingebettet zwischen Watzmann, Hochkalter, Reiter Alm und Lattengebirge nochmals ein in sich abgeschlossenes Gebiet bildet.

Der Überlauf bzw. Abfluss (Sillersbach) des Hintersee (Ramsauer Ache)Hintersees vereinigt sich mit dem Klausbach (Ramsau)Klausbach zur Ramsauer Ache, die in östlicher Richtung durch das Ramsauer Tal nach Berchtesgaden fließt und mit der Preisenklamm den einzigen Talzugang geschaffen hat. Weitere Zugänge sind die Pässe Schwarzbachwacht, Hirschbichl (Pass)Hirschbichl und Hochschwarzeck.

Die Gemeinde Ramsau ist durch unterschiedliche Höhenlagen gekennzeichnet, die von 630 bis 2.713 m über NN reichen. Aneinander angrenzende Anteile der Gnotschaften Au, Schwarzeck und Taubensee (Ramsau)Taubensee bilden einen im Zusammenhang bebauten Innenbereich, der informell als Dorf Ramsau oder als Ortszentrum bezeichnet wird.

Geschichte

Urgnotschaft des Klosterstifts Berchtesgaden

Nachdem ab 1201 dem Fürstpropstei Klosterstift Berchtesgaden in geistlicher Hinsicht die Pfarrei Berchtesgaden inkorporiert wurde, kam bald darauf Ramsau als eine ihrer Filialen hinzu, die jedoch erst 1512 mit der St. Sebastian (Ramsau)Kirche St. Sebastian als eigenem Filialkirchengebäude ausgestattet wurde. Ein Kaufvertrag mit Propst Johann Sax von Saxenau von 1295, laut Joseph Ernst von Koch-von Koch-Sternfeld „die erste teutsche Urkunde von Berchtesgaden“, verweist auch auf einen „Heinrich von Ramsau (im Hinterberchtesgaden)“ als einen von mehreren Zeugen dieses Vertrags. Koch-Sternfeld meint auch, dass zu jener Zeit bereits ein „lebhafter Verkehr“ zwischen Berchtesgaden und den Bezirk Zell am Pinzgauer Gütern jenseits des „Hirschbichl (Pass)Hirschbühels und Gerhardsteins“ bestanden habe, um Salz und Vieh auszutauschen – weshalb auch Ramsau und Hintersee „schon vielfältig bewohnt und zum Ackerbau ausgelichtet“ gewesen wären. In dem ersten Steuerbuch des Fürstpropstei Berchtesgadener Landes von 1456 wird Ramsau als eine seiner acht „Urgnotschaften“ mit zwei „Gnotschaftsbezirken“ und ihren sie betreuenden „Gnotschaftern“ aufgeführt. Doch als Gnotschaft dürfte sich Ramsau bereits Ende des 14. Jahrhunderts im Zuge des 1377 ausgestellten „Landbriefs“ von Propst Ulrich I. Ulrich Wulp herausgebildet haben und hatte als solche wie die anderen bis zur Säkularisation im Jahre 1803 Bestand. → Siehe zu diesem Absatz auch den Abschnitt: Fürstpropstei Berchtesgaden#Geschichte in Fürstpropstei Berchtesgaden

Die Reformation fand in Ramsau im Gegensatz zu den meisten anderen Gnotschaften des Berchtesgadener Landes nur wenige Anhänger. Und nachdem im Zuge der Gegenreformation eine große Anzahl der Protestanten und damit 10 Prozent der Bevölkerung aus dem fürstpröpstlich regierten Herrschaftsgebiet vertrieben waren, wurde noch im Jahr ihres Auszugs (1733) in der Ramsau die Maria Kirche Maria Kunterweg geweiht, in der ein Deckengemälde diese Auswanderung triumphierend dokumentiert. Im unteren Chronogramm zweier Kartusche (Kunst)Kartuschen ist dazu, aus dem Lateinischen übersetzt, zu lesen: : Auf Fürbitte der unbefleckten Jungfrau und Mutter : ist der verderbende Irrglaube hier von dieser : Kirche ausgetrieben worden. (1733)

Säkularisation, Anschluss an Bayern

1803 wurde die Fürstpropstei Berchtesgaden aufgelöst und das Berchtesgadener Land verlor damit seine politische Eigenständigkeit. Nach drei kurz hintereinander folgenden Herrschaftswechseln wurden 1810 dessen Gebiet und seine Ortschaften, darunter auch Ramsau, dem Königreich Bayern angegliedert. Unter den Regentschaften des Herzogtum Kurfürstentums Salzburg von 1803 bis 1805 und der des Kaisertum Kaiserreichs Österreich bis 1809 wurde eine Straße über den Hirschbichl (Pass)Hirschbichl in den Pinzgau angelegt, die dem Salztransport und einer engeren wirtschaftlichen Bindung des Territoriums an Österreich dienen sollte.

Mit der Einbindung in das Königreich Bayern unter der direkten Zuständigkeit des Landgerichts Berchtesgaden war Ramsau 1810 dem Salzachkreis zugeordnet und ab 1817 Teil des neu geschaffenen Isarkreises, der seit 1838 Verwaltungsgliederung Bayerns#Isarkreis, ab 1838 Oberbayern heißt. Im Jahr 1868 erfolgte eine Unterteilung des Regierungsbezirks Oberbayern und die Eingliederung des Ortes in das Landkreis Bezirksamt Berchtesgaden. Das bayerische Herrscherhaus der Wittelsbacher nutzte die umfangreichen Forstflächen Ramsaus als Hofjagdgebiet.

Im Zuge der Gemeindeedikt#Zweites Verwaltungsreformen in Bayern 1818 wurde Ramsau eine selbständige politische Gemeinde und seine zuvor zwei Gnotschaftsbezirke sind in die vier Gnotschaften Antenbichl, Au (Ramsau)Au, Schwarzeck (Ramsau)Schwarzeck und Taubensee (Ramsau)Taubensee aufgesplittet worden.

Am 1. Mai 1885 erfolgte die Einrichtung einer ersten „ortsfesten Post“ bzw. „Postexpedition“ in Ramsau, die bis 1995 als eigenständiges Postamt Bestand hatte. Nach der Privatisierung der Post und mit der Verlagerung des Zustelldienstes von Ramsau nach Berchtesgaden wurde das Postamt jedoch in eine „Postfiliale“ umgewandelt und 1998 schließlich endgültig aufgegeben. Die bisherigen Aufgaben der Post übernahm dann eine in einer Drogerie eingerichtete Postagentur, die 2003 ebenfalls aufgegeben wurde. Seither gibt es in Ramsau keine ortsfeste Poststelle mehr.

Zwischen 1934 und 1937 wurde die Deutsche Alpenstraße angelegt, die wie später die zwischen 1968 und 1972 erstellte Straßenverbindung über das Hochschwarzeck nach Loipl (Bischofswiesen) Ramsau nicht nur zum „Zielort, sondern in einem nie vorhergesehenen Ausmaß auch Durchgangsgebiet“ werden ließ.

Nachkriegszeit

Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs versuchte der Ramsauer Forstmeister Georg Küßwetter die weitere Ausbreitung des Tourismus in den Ramsauer Bergen zu verhindern. Er veranlasste ab 1946 mehrere Brandstiftungen an Alm- und Berghütten und ließ anschließend die Mauern des ehemaligen Blaueishütte#Wehrmachtshauses am Blaueis sprengen. Das Landgericht Traunstein führte 1952 gegen ihn als Hauptbeschuldigten den Prozess im Königliches Schloss königlichen Schloss in Berchtesgaden. Dieses Gerichtsverfahren fand bundesweites Medieninteresse. Er wurde im September 1952 zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

1968 gründete die Gemeinde Ramsau zusammen mit der Marktgemeinde Berchtesgaden, dem Fremdenverkehrsverband des Berchtesgadener Landes und einigen Privatpersonen die „Watzmannbahn GmbH“ mit dem Ziel, nach dem abschlägigen Bescheid von 1935 einen neuen Anlauf in Sachen Watzmannbahn zu nehmen. Dem folgten juristische Auseinandersetzungen mit Gegnern der touristischen Erschließung des Watzmanns. Und wiewohl der Ramsauer Gemeinderat noch am 13. September 1972 meinte, „der Bau einer Kabinenseilbahn zum Falzköpfl ist für Ramsau ein lebenswichtiges Projekt“, entzogen das Urteil des Bayerisches Verwaltungsgericht Bayerischen Verwaltungsgerichts vom 17. Dezember 1969 und der Beschluss der Bayerische Bayerischen Staatsregierung vom 7. Mai 1974 über die Errichtung des Nationalparks Berchtesgaden schließlich dem Projekt die Grundlage und setzten ihm ein neuerliches Ende.

Von der Gebietsreform bis zur Gegenwart

Auch nach der Gebietsreform in Bayern von 1972 blieb Ramsau (offiziell seither: „Ramsau bei Berchtesgaden“) eine eigenständige Gemeinde.

Am 1. Januar 1984 wurden die Gemeindefreies gemeindefreien Gebiete Forst Hintersee, Ramsauer Forst und Forst Taubensee aufgelöst und vollständig als eigene Gemarkungen in die Gemeinde Ramsau eingegliedert. Ebenso wurde der südliche Teil des Jettenberger Forsts in die Gemeinde und Gemarkung Ramsau eingegliedert (der größere nördliche Teil ging an die Nachbargemeinde Schneizlreuth). Diese unbewohnten Flächen liegen vollständig im Nationalpark Berchtesgaden, durch ihre Eingliederung vergrößerte sich die Gemeindefläche erheblich von 22,98 km² auf 129,18 km².

Einwohnerentwicklung

Bei der letzten Volkszählung von 1987 wurden für die Ramsau insgesamt 1.694 Einwohner ausgewiesen,

Geografisch-soziokulturelle Zuordnungen

Ramsau liegt innerhalb der von der Gebirgsgruppe der Berchtesgadener Alpen umschlossenen geomorphologischen Einheit Berchtesgadener Talkessel, in der sich in den nahezu deckungsgleichen historischen Grenzen des Fürstpropstei fürstpropstlichen Kernlandes die Kulturlandschaft Berchtesgadener Land herausgebildet hat. Diese Kulturlandschaft grenzt sich noch heute soziokulturell unter anderem vom benachbarten Chiemgau und innerhalb des gleichnamigen Landkreis Berchtesgadener Landkreises Berchtesgadener Land vom vormals Herzogtum herzoglich bayerischen Bad Reichenhall und vom einst zum Fürsterzbistum Salzburg gehörenden Rupertiwinkel ab. Somit gingen und gehen für Ramsau zuständige Gemeindeverband (Deutschland)Gemeindeverbände und Gebietskörperschaft (Deutschland)Gebietskörperschaften wie der vormalige Landkreis Berchtesgaden und der jetzige Landkreis Berchtesgadener Land der Fläche wie auch den zugehörigen Gemeinden nach weit über die soziokulturelle Begriffseinheit Berchtesgadener Land hinaus.

Bezogen auf die Kulturlandschaft Berchtesgadener Land hat sich auch der am 26. Januar 1908 gegründete Weihnachtsschützenverein Ramsau den 1925 gegründeten Berchtesgadener Vereinigten Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes und der Ramsauer Gebirgstrachtenerhaltungsverein „D' Achentaler“ den 1928 gegründeten Vereinigten Trachtenvereinen im Berchtesgadener Land angeschlossen.

Religion

Laut der letzten Volkszählung von 1987 waren in Ramsau von seinerzeit insgesamt 1.694 Einwohnern 1.526 Römisch-katholische römisch-katholisch und 133 evangelisch, die Religionszugehörigkeit der restlichen 52 Einwohner wurde nicht aufgeschlüsselt. Bis 1987 wurde in den Statistiken der Volkszählungen neben „römisch-katholisch“ und „evangelisch-lutherisch“ stattdessen die Zahl der „Ausländer“ angegeben. Von Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften und ihren etwaigen Versammlungsräumen liegen auch aktuell für die Ramsau keine Angaben vor.

Auch wenn die aktuelle Webadresse www.kirche-ramsau.de der römisch-katholischen Kirchengemeinde in Ramsau noch wie zu Zeiten der Gegenreformation nach Alleinstellungsmerkmal bzw. Alleinstellungswerbung klingt, hat sich in den letzten Jahrzehnten das Verhältnis zwischen ihr und der sich seit dem 19. Jahrhundert wieder etablierenden evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde im Berchtesgadener Land zu einem partnerschaftlichen Miteinander entwickelt. So verweist www.kirche-ramsau.de unter dem Stichwort Nachbarpfarreien „in geschwisterlicher Verbundenheit“ auch auf die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Berchtesgaden. Und unter www.berchtesgaden-evangelisch.de sind auch die römisch-katholischen Kirchengemeinden der Region inklusive Ramsau verlinkt.

  • Seit dem 13. Jahrhundert eine Filiale der Pfarrei Berchtesgaden, residierte in Ramsau ab 1657 bei der Kirche St. Sebastian (Ramsau)St. Sebastian ein Chorherr als Vikar, dem 1659 ein Pfarrhof eingerichtet wurde. 1812 wurde für das Gebiet der Gemeinde Ramsau eine eigenständige römisch-katholische Pfarrei begründet und die Kirche St. Sebastian zur Pfarrkirche. Seit mehreren Jahren (Stand: 2012) sind die seelsorgerische Betreuung und die Verwaltung der Pfarrei dem Dekan (Kirche)Dekan des Dekanats Berchtesgaden als Pfarradministrator übertragen worden. Laut den „Seelsorgeeinheiten in der Erzdiözese München und Freising nach Planung 2020“ ist die Zahl der Katholiken in der Ramsauer Pfarrei zwischenzeitlich auf 1.473 (Stand: 2008) gesunken und ein Pfarrverband mit der Pfarrgemeinde Unterstein und ihren 3.851 (Stand: 2008) Gemeindemitgliedern geplant.
  • Ramsau gehört neben Schönau am Königssee zum 2. Sprengel (evangelisch)Sprengel der Evangelisch-lutherische Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Berchtesgaden. Versammlungsort der evangelischen Christen in der Ramsau ist die Kirche Zum_Guten_Hirten_(Ramsau)Zum Guten Hirten, die nach den Plänen von Gustav Gsaenger erbaut und am 27. Juli 1958 eingeweiht wurde.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat (Deutschland)Gemeinderat setzt sich aus 12 Gemeinderäten und dem Bürgermeister zusammen.

Seit der Kommunalwahl von 2008 stellt die Christlich-Soziale Union in CSU den Bürgermeister und nimmt acht Sitze, der „Ramsauer Wahlblock“ vier Sitze ein. Die 2 Perioden im Gemeinderat vertretenen unabhängigen Wähler Ramsau (UWR) traten zur Wahl nicht mehr an. Bürgermeister Herbert Gschoßmann und der Gemeinderat Richard Graßl (beide CSU) sind zudem Mitglieder des Kreistages des Landkreis Berchtesgadener Berchtesgadener Landes.

Bürgermeister

Nachfolgend die Bürgermeister von Ramsau bei Berchtesgaden seit Mai 1945:

 
1945  Karl Dieterich  --  Mai 1945 – Juni 1945
-
1945  Karl Graßl  Christlich-Soziale Union in CSU  
-
1972  Georg  CSU''  
-
1984  Hans Flunk  FWG ''Ramsauer Wahlblock''   
-
1996  Hans Datzmann  CSU''   
-
2008  Herbert Gschoßmann  CSU   

Gemeindepartnerschaften

Die Gemeinde Ramsau pflegt seit dem Jahr 2000 eine Partnerschaft mit der slowenischen Gemeinde Bohinj. Anknüpfungspunkt sind Gemeinsamkeiten wie die Lage in einem Nationalpark und die Erstbesteigung des in Ramsau gelegenen Watzmanns im Jahr 1800 durch den Slowenen Valentin Stanič.

Wahlkreise

Ramsau bei Berchtesgaden gehört zum Bundestagswahlkreis Traunstein und zum Stimmkreis Berchtesgadener Land für Landtags- und Bezirkstagswahlen.

Wappen

Blasonierung: In Blau der heilige Vinzenz von Vinzenz in silberner, mit goldenen Fransen besetzter Dalmatik über rotem Untergewand, in der Rechten ein „Merschl“ (langstieliges Beil), in der Linken ein „Griesbeil“ haltend.

Die Werkzeuge in der Hand des Vinzenz von Saragossa weisen darauf hin, dass er als Patron der Holzknecht (Waldarbeiter)Holzknechte verehrt wird. Neben der Landwirtschaft bildete früher der Holzeinschlag zur Versorgung der Saline Berchtesgaden die nahezu einige Erwerbsquelle für die Bewohner Ramsaus.

Das Wappen wurde 1953 auf der Rechtsgrundlage eines Beschlusses des Gemeinderats und mit Zustimmung des Staatsministeriums des Innern eingeführt. (Die Ministerialentschließungen datieren vom 17. Juli 1953 und vom 16. Oktober 1953.)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Naturschönheiten

Westlich von Ramsau liegt der Hintersee (Ramsauer Ache)Hintersee, den man auch auf einem Weg durch den so genannten Zauberwald erreichen kann. Der Zauberwald ist ein Geotop mit Bergsturztrümmern zwischen den Bäumen, dem eine sich im Namen widerspiegelnde, romantische Atmosphäre nachgesagt wird.

Der Soleleitungsweg zwischen dem Brunnhaus Söldenköpfl und der Schwarzbachwacht wurde ursprünglich als Trasse der Soleleitung von Berchtesgaden nach Bad Reichenhall angelegt und ist nahezu durchgängig eben. An einem Südhang auf einer Höhe von ca. 900 m gelegen, bietet er einen Panoramablick ins Ramsauer Tal und zu den gegenüberliegenden Gebirgsstöcken, wie Watzmann, Hochkalter und Reiteralpe.

Die Hindenburglinde steht an der Deutsche Ferienroute Alpen-Deutschen Ferienroute Alpen-Ostsee (Bundesstraße 305), oberhalb des Tals der Ramsauer Ache.

Der Nationalpark Berchtesgaden liegt mit der Wimbachklamm und dem Wimbachtal als einziger Alpen-Nationalpark Deutschlands zu großen Teilen auf Ramsauer Gemeindegebiet. Am Eingang des Klausbach (Ramsau)Klausbachtals dient das dorthin translozierte historische Klausbachhaus als Nationalpark-Informationsstelle und bildet den Startpunkt für viele Wanderungen und Exkursionen im Nationalparkgebiet.

Kulturelle Traditionen

als Christbaumschmuck
Da Ramsau trotz der zwischen 1803 und 1809 angelegten Straßenverbindung vom Hirschbichl (Pass)Hirschbichl in den Pinzgau noch bis in die 1930er „eine vom Berchtesgadener Talkessel abgesonderte Welt für sich“

Die traditionelle alpenländisch-bayerische Kultur wird in Ramsau z. B. durch die Ramsauer Sänger als überregional bekannte Volksmusikanten und den Gebirgstrachtenerhaltungsverein „D' Achentaler“ mit der Berchtesgadener Tracht gepflegt.

Nach den Berchtesgadener Weihnachtsschützen (1874) hat sich am 26. Januar 1908 auch der Weihnachtsschützenverein Ramsau gegründet und sich 1925 mit den anderen Weihnachtsschützenvereinen der Nachbarorte zu den Vereinigten Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes zusammengeschlossen.

Die Musikkapelle Ramsau besteht seit 1909 und spielt zu allen gemeindlichen und kirchlichen Fest- und Feiertagen.

Eine bis ins 16. Jahrhundert reichende und nur noch in der Ramsau ausgeübte kunsthandwerkliche Tradition ist das Schnitzen von Arschpfeifenrössl als Berchtesgadener War.

Bauwerke

→ Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Ramsau bei Berchtesgaden

Profangebäude

Der Gasthof Auzinger ist ein traditionsreicher, denkmalgeschützter Gasthof nahe dem Hintersee (Ramsauer Ache)Hintersee. Im 19. Jahrhundert war es zusammen mit seinen Vorgängerbauten und deren Wirten Herberge und Anlaufstelle von Künstlern einer am Hintersee etablierten Malerkolonie.

vom Malerwinkel aus mit Reiteralpe
Das in Klausbachhaus umbenannte Bauernhaus aus dem Jahr 1757 wurde Anfang der 1990er vom Laroslehen in der Unterau (Berchtesgaden)Unterau in die Ramsau transloziert und war dort 1995 bis auf eine Abweichung nach seinem historischen Vorbild wiederhergestellt. Es dient seither als Informationsstelle des Nationalpark Nationalparks Berchtesgaden.

Daneben gibt es in Ramsau noch einige weitgehend im Originalzustand erhaltene Bergbauernhöfe, Almkaser und Wirtshäuser.

Sakralgebäude

evangelisch-lutherisch
  • Die Kirche Zum Guten Hirten (Ramsau)Zum Guten Hirten wurde am 27. Juli 1958 eingeweiht und gehört zur evangelisch-Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Berchtesgaden.
römisch-katholisch

Die St. Sebastian (Ramsau)Kirche St. Sebastian wurde 1512 erbaut, seither mehrfach erweitert und 1812 zur Pfarrkirche von Ramsau. Sie erlangte als bereits von zahlreichen Malern des 19. Jahrhunderts wie später auch auf Post- und Weihnachtskarten genutztes Bildmotiv große Bekanntheit.

Die Wallfahrtskirche Maria Kunterweg wurde 1733 fertig gestellt und gilt als eines der originellsten Werke des bayerischen Rokoko.

Landschaftsmalerei

: „Ramsau, zwei Damen mit Sonnenschirm“ (1911)Blick etwa vom Riesenbichl in Richtung Dorfmitte Ramsaus mit Kunterwegkogel und Teilen der Reiter Reiteralpe. Im 19. Jahrhundert hatte sich ab den 1830ern am Hintersee (Ramsauer Ache)Hintersee eine bekannte Malerkolonie vor allem aus Vertretern der Münchner Schule (Bildende Kunst)Münchner und Wiener Schule entwickelt, darunter unter anderem: Wilhelm Busch, Carl Schuch, Während jedoch zum Beispiel Fearnley (1830) und Friedrich Loos (1836) noch die Perspektive vom Westen her bzw. vom damaligen Dorfkern beim Gasthof Oberwirt in Richtung Kirche mit dem Göll im Hintergrund wählten, wechselte gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Blickwinkel in die entgegengesetzte Richtung und der heute Malerwinkel genannte Standpunkt mit Ramsauer Ache und Ertlsteg im Vordergrund sowie der Reiter Reiter Alpe im Hintergrund setzte sich durch. Zudem dient sie noch heute als zentrales Bildmotiv auf Foto- und Ansichtskarten und findet auch auf einem Puzzle Verbreitung.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich der gebürtige Ramsauer Konrad Westermayr (1883-1917) als Maler des Spätimpressionismus auch mit seinem Heimatort in Gemälden auseinandergesetzt.

Anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Pfarrkirche St. Sebastian richtete innerhalb des Landkreis Berchtesgadener Landkreises Berchtesgadener Land erstmals die Gemeinde Ramsau als offizieller Veranstalter das „1. ExTempore Hintersee/Ramsau für Bildkunst“ aus. Allein in der Erwachsenen-Kategorie hatten sich weit über 100 Künstler aus dem In- und Ausland für den freien Wettbewerb angemeldet. Vom 21. bis 24. Juni 2012 sind im Rahmen dieses offenen, für jeden zugänglichen Kunst-Symposiums neue Bildwerke zum Thema „Zauber-Wald“ sowie zu einem Landschaftsmotiv aus der Umgebung entstanden. Diese vor Ort entstandenen Extempore-Arbeiten wurden anschließend im Klausbachhaus ausgestellt und dort auch prämiert.

Filmkulisse

Folgende Filme/Serien wurden (teilweise) in Ramsau gedreht:

  • 1929 Georg Wildschütz Jennerwein
  • 1930 Glühende Berge, brennende Herzen
  • 1931 Von Berchtesgaden in die Ramsau
  • 1936 Prinzessin Dagmar
  • 1938 Die Pfingstorgel
  • 1949 Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies
  • 1952 Zwei Menschen
  • 1952 Des Teufels Erbe
  • 2001 Tierarzt Dr. Engel
  • 2006 Das Geheimnis des Königssees
  • 2007 Zwei Herzen und ein Edelweiß
  • 2008 Dokumentation über Romy Schneider

Sport und Sportvereine

Der Skiklub SK Ramsau veranstaltet Sportwettbewerbe auch außerhalb des Skisports und hat u. a. auch eine Triathlonabteilung.

Feste

Die traditionellen Veranstaltungen sind in Ramsau bis heute stark vom kirchlichen Jahresablauf geprägt. Besonderheiten sind das Ramsauer Holzbier, der Jahrtag der Holzknechte am Rosenmontag und das Patrozinium der Pfarrkirche, der Sebastianitag am 20. Januar (Ramsauer Feiertag), an dem noch heute viele Ramsauer Unternehmen Betriebsruhe halten.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftsstruktur

Die wirtschaftliche Struktur der Ramsau war früher überwiegend von der Land- und Forstwirtschaft bestimmt, die für die Bewohner nur sehr karge Erträge abwarf. Zeitweise wurden in Ramsau in großem Ausmaß Mühlsteine aus Ramsauer Nagelfluh gewonnen. Im 19. Jahrhundert begann ein grundlegender Strukturwandel, der den Urlauberreiseverkehr zur Existenzgrundlage vieler Einwohner machte. Heute hat Ramsau im Berchtesgadener Land im Verhältnis zur Zahl der Einwohner die höchsten Übernachtungszahlen. Ein deutlich über dem Landkreisdurchschnitt liegender Teil der einheimischen Bevölkerung arbeitet im Baugewerbe, das weit über den örtlichen Bedarf ausgeprägt ist. Darin besteht eine große Ähnlichkeit mit den benachbarten österreichischen Gebirgsgauen. Ergänzt wird die Wirtschaftsstruktur durch Dienstleistungs- und Handelsbetriebe überwiegend für den regionalen Bedarf. Die Landwirtschaft wird hauptsächlich im Nebenerwerb betrieben.

Tourismus

Bereits im 19. Jahrhundert hielten sich regelmäßig Mitglieder der bayerischen Königsfamilie (Wittelsbacher) in Ramsau zur Jagd auf. In den 1870er Jahren wurde in Ramsau ein Verschönerungsverein gegründet, mit dem Ziel, den „Fremdenverkehr“ zu fördern.

Die Gemeinde ist mit Sitz und Stimme im Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee vertreten.

→ Für spätere Zeitabschnitte siehe hierzu auch Berchtesgaden (Wirtschaftliche Entwicklung) und den Abschnitt Berchtesgaden#Tourismus unter Berchtesgaden)

Verkehr

Die Hauptverkehrsader ist die Deutsche Alpenstraße B 305; sie führt von Inzell über Schneizlreuth und den Pass Wachterl in die Ramsau und von dort weiter nach Berchtesgaden. Das Dorf Ramsau und der Ortsteil Hintersee (Ramsau)Hintersee werden durch eine von der Deutschen Alpenstraße abzweigende Staatsstraße erschlossen. Eine Besonderheit der Straße nach Berchtesgaden ist das Felsentor, durch das die Bundesstraße führt.

Busse der Regionalverkehr RVO GmbH verkehren vom Bahnhof Berchtesgaden (teilweise über Schönau) nach Ramsau und weiter zum Hintersee (Ramsauer Ache)Hintersee. Vom Hintersee fährt auf der für den Individualverkehr gesperrten Hirschbichlstraße im Sommer der Nationalpark Wanderbus über die Staatsgrenze am Hirschbichl und weiter in den Pinzgau nach Weißbach bei Lofer im Salzburg (Bundesland)Salzburger Land (Österreich). Weitere Busverbindungen existieren entlang der Alpenstraße und zum Hochschwarzeck.

Öffentliche Einrichtungen

Die Gemeinde Ramsau unterhält einen Bergkurgarten sowie einen 1973 angelegten Sportplatz und eine Turnhalle. 1980/81 wurden am alten Gemeindehaus das Feuerwehr- und Gerätehaus nebst Wohnungen errichtet. Zudem unterhält die Gemeinde seit 1985 einen Kindergarten, der 1999 ebenfalls in neue Räumlichkeiten umgezogen ist und 2008 um einen Erweiterungsbau für eine Krippengruppe ergänzt wurde. Neben der Betreuung von Kleinkindern bietet der Kindergarten eine Mittagsbetreuung für Grundschulkinder bis 10 Jahren an.

Trivia

Auf seinem Weg nach Mariapfarr gelangte Joseph Mohr (1792-1848) auch an den Ramsauer Pfarrhof und wurde auf Bitten des Pfarrers vom 29. August bis 10. Oktober 1815 als Pfarrgehilfe eingesetzt. Ein Jahr später verfasste Mohr in Mariapfarr den Text des weltbekannten Weihnachtsliedes Stille Nacht, heilige Nacht.

Das ehemalige inzwischen per Nachqualifizierung denkmalgeschützte Zollhaus in der Hirschbichlstraße 11 wurde 1822 als eingeschossiger Satteldachbau errichtet und 1842 erstmals umgebaut. Knapp 100 Jahre später hatte es Fritz Todt (1891–1942), Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, SA-Obergruppenführer und Reichsministerium für Bewaffnung und Reichsminister für Bewaffnung und Munition, erworben, der es 1940/41 durch Gustav Gsaenger zu einem Wohnhaus umbauen ließ. Der wegen Anstiftung zu Sprengungen und mehrfacher Brandstiftung verurteilte Forstmeister Georg Küßwetter aus der Ramsau (→ siehe hierzu den Abschnitt Blaueishütte#Geschichte unter Blaueishütte) soll neben seinen vollendeten Straftaten auch ohne Erfolg dazu angestiftet haben, das Haus in der Hirschbichlstraße 11 niederzubrennen, da es gleich nach Todt zu Anfang der Nachkriegszeit in den 1940ern von dem Küßwetter „verhassten“ amerikanischen Captain Payton bewohnt wurde.

Im Sommer 2010 wurde Die Martinsklause von Ludwig Ganghofer im Rahmen bislang einmaliger Nationalpark Nationalpark-Festspiele als Freilichtaufführung am Hintersee (Ramsauer Ache)Hintersee inszeniert.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Johann Grill, Bergführer, Erstdurchsteiger der Watzmannostwand
  • Johann Punz, Alpinist
  • Konrad Westermayr, Maler des Spätimpressionismus.

Ehrenbürger

Der Gemeinderat hat folgende Personen zu Ehrenbürgern ernannt:

  • 1897: Martin Westermayer, Villa Post, Lehrer, Erster Betriebsleiter der Ramsauer Post ab 1885, Vorstand des Verschönerungsvereins und Gründungsmitglied der Feuerwehr Ramsau, dem zu Ehren die Gemeinde 1999 auch einen Gedenkstein im Bergkurgarten errichtet hat.
  • 31. August 1919: Johann Irlinger, Fendten, Kreisrat, 1. Bürgermeister a. D.
  • 29. Januar 1973: Gottfried Raubinger, Pfarrer
  • 10. August 1976: Richard Graßl, Haus Bachrand, Kreisrat, 2. Bürgermeister und Gemeinderat a. D.
  • 12. September 1986: Schwester Guntrama (1914–1992), Gemeindeschwester von 1946 bis 1987

Berühmte Bürger

Folgende Persönlichkeiten wurden zwar nicht in Ramsau geboren, standen bzw. stehen aber in einer engen Beziehung zu der Gemeinde:

  • Hans Brandner (* 1949), Rennrodel-Weltmeister und Olympia-Silbermedaillengewinner im Doppelsitzer, führte mit seiner Familie das Hotel „Hochkalter“ in Ramsau
  • Wolfgang Bartels (Skirennläufer)Wolfgang Bartels (1940–2007), Olympische Winterspiele 1964/Ski Bronzemedaillengewinner im olympischen Abfahrtslauf 1964, führte den von den Eltern übernommenen Gasthof „Wörndlhof“ in Hintersee
  • Hermann Buhl (1924–1957), Erstbesteiger des Nanga Parbat, hatte ab 1951 bis zu seinem Tod den ersten Wohnsitz in Ramsau.
  • Kriemhild Buhl (* 1951), Kinderbuchautorin, wuchs in Ramsau auf
  • Carolin Fernsebner, (* 1986), Skirennläuferin, wuchs in Ramsau auf
  • Franz Graßl (* 1965), Skibergsteiger, lebt in Ramsau
  • Georg Graßl (1926–1995), Landtagsabgeordneter, machte sich in Ramsau als Malermeister selbständig
  • Hartmut Graßl (* 1940), Klimaforscher, wuchs in Ramsau auf
  • Judith Graßl (* 1968), Skibergsteigerin, lebt in Ramsau
  • Will Klinger-Franken (1909–1986), Kunstmaler, ab 1949 regelmäßiger Aufenthalt, ab 1960 bis zu seinem Tod erster Wohnsitz in Ramsau.
  • Manuel Machata (* 1984), Weltmeister im Viererbob 2011, wuchs in Ramsau auf
  • Maria Maltan (1938–2008), Kommunalpolitikerin, Bäuerin, bewirtschaftete das „Sommeraulehen“ und gehörte von 1984 bis 2002 dem Ramsauer Gemeinderat an.
  • Franz Pöschl (1917–2011), Generalleutnant a. D., lebte viele Jahre am Hintersee
  • Jakob Resch, zweimaliger Bronzemedaillengewinner im Bob, lebt in Ramsau und führte den Hotel-Gasthof an der Hindenburglinde.
  • Martin Schwab (Volksmusikant)Martin Schwab (* 1926), Volksmusikant, führte das Wirtshaus „Gerstreit“ in Ramsau
  • Willy Schlieker (1914–1980), Großindustrieller, Begründer des Ramsauer Skigebiets Schwarzeck (Ramsau)#Hochschwarzeck, lebte ab Mitte der 1960er in dem Jagdhaus seiner Frau in Ramsau.

Literatur

  • Hellmut Schöner (Hrsg.), Eugen Fischer (Historiker)A. Helm: Berchtesgaden im Wandel der Zeit. Reprint von 1929. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1973. S. 223–224
  • Hellmut Schöner (Hrsg.): Berchtesgaden im Wandel der Zeit – Ergänzungsband I. Verein für Heimatkunde d. Berchtesgadener Landes. Verlag Berchtesgadener Anzeiger sowie Karl M. Lipp Verlag, München 1982 ISBN 3-87490-528-4, S. 95, 96, 244–249
wellness in bayern